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Wir spiegeln Ihnen hier wieder unsere Erfahrungen und Beobachtungen zur aktuellen Entwicklung der Förderlandschaft in der Corona-Krise. Folgende Schwerpunkte für die Programme der Sächsischen Aufbaubank sprechen wir dabei an:

  • Mittelverwendung
  • Nachweisführung
  • Tilgung

“Es ist Licht am Ende des Tunnels!”

Die Behörden lockern die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. In der Sächsischen Zeitung ist heute zu lesen, daß man mit einem Anstieg der Insolvenzen im Herbst rechnet, besonders im Einzelhandel und der Gastronomie.

Viele unserer Mandanten haben Anträge bei der Sächsischen Aufbaubank auf den Zuschuß aus dem Bundesprogramm  oder dem Darlehen Sachsen-hilft-sofort aus dem Programm des Freistaates gestellt

https://www.sab.sachsen.de/f%C3%B6rderprogramme/sie-ben%C3%B6tigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/sachsen-hilft-sofort.jsp.

https://www.sab.sachsen.de/f%C3%B6rderprogramme/sie-ben%C3%B6tigen-hilfe-um-ihr-unternehmen-oder-infrastruktur-wieder-aufzubauen/soforthilfe-zuschuss-bund.jsp

Aber auch die KfW und die Bürgschaftsbank Sachsen werden regelmäßig für Vorhaben über die Hausbanken eingebunden.

Wir haben zahlreiche Mandanten bei der entsprechenden Antragstellung begleitet. Bis heute wurden alle Anträge positiv entschieden. Nun erreichen uns Fragen aus den Unternehmen zur Verwendung der Mittel bzw. zu der Nachweisführung. Auf  häufige Fragen gehe ich hier beispielhaft ein:

“Müssen wir die Fördermittel separieren und zunächst noch vorhandene Eigenmittel verbrauchen?”
Es besteht keine Pflicht, die Fördermittel zu separieren und erst eigene Guthaben aufzubrauchen oder Kreditlinien auszuschöpfen. Verboten sind regelmäßig Umschuldungen oder Ablösungen anderer Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten oder Darlehensgebern*.

“Mache ich mich angreifbar, wenn ich in den 4 Monaten mehr Einnahmen erziele als erwartet?”
Sie sollten vor Antragstellung Ihren Kenntnisstand und Ihre Erwartungen in einer Planung dokumentieren. Wir empfehlen hier eine Liquiditätsplanung nach folgendem Schema: Ermittlung-Liquiditaetsbedarf-Corona
Dies lehnt sich an die Vorlage der Ostsächsischen Sparkasse Dresden an und kann auf deren Homepage heruntergeladen werden.
Im Antrag zu Förderung verpflichten Sie sich unter anderem zu wahrheitsgemäße Angaben. Ihre Planung sollte daher auch die Prämissen dokumentieren, die Sie als Grundlage herangezogen haben. Gleichzeitig sind andere Zuschüsse (z.B. aus dem Infektionsschutzgesetz), die Ihnen im Förderzeitraum zufließen, vorrangig zu verwenden und mindern den Betrag aus der Soforthilfe. Sofern Sie solche Mittel nachträglich erhalten, sind diese als Tilgung einzusetzen.

“Muss ich die Verwendung der Mittel nachweisen und wenn ja, wie?”
Hier gibt es ein eindeutiges “Ja”!. In Ihren Verträgen bzw. Bescheiden zur Soforthilfe ist ein Abschnitt zum Verwendungsnachsweis enthalten. Bitte lesen Sie sich daher die Dokumente sorgfältig und vollständig durch.

Sofern Sie Darlehen der KfW oder Ihrer Hausbank nutzen, erhalten Sie dort entsprechende Formulare. Für den Bundeszuschuß und das SAB-Darlehen gibt es derzeit noch keine Nachweis-Formulare. Daher empfehlen wir Ihnen zunächst ein eigenes Nachweisformular zu führen. Mit Hilfe Ihrer BWA können Sie zum Beispiel die Werte in die folgende Tabelle eintragen: Nachweis-Liquiditätsbedarf-Corona.
Alternativ können Sie in Ihrer Buchhaltungssoftware entsprechende Parameter für eine Auswertung einstellen oder mit Exel eine detaillierte Tabelle führen. Achten Sie bitte darauf, die Beträge ohne Umsatzsteuer zu erfassen, sofern Sie vorsteuerabzugsberechigt sind.

Beim Bundeszuschuß wird die SAB voraussichtlich ab dem 2. Halbjahr 2020 mit Stichproben die Verwendung der Mittel prüfen. Beim Darlehen Sachsen-hilft-sofort werden spätestens mit dem Tilgungsbeginn die entsprechende Nachweise eingefordert. Die SAB sendet dann mit der Anforderung zum Nachweis einen entsprechenden Vordruck zu.

Sofern Sie im Verwendungsnachweis dokumentieren können, dass Ihr tatsächlicher Liquiditätsbedarf unter den ausgezahlten Mitteln der Soforthilfe lag, wird es zu Rückforderungen bzw. Tilgungsanforderungen kommen können.

Für das Programm Sachsen-hilft-sofort enthält die Richtlinie die folgenden Prämissen zur Rückzahlung:

“… 3. Bei Tilgung des Darlehens in Höhe von 90 Prozent der Darlehenssumme innerhalb von
drei Jahren nach Darlehensgewährung wird der restliche Darlehensbetrag erlassen.

4. Wird das steuerlich festgestellte Jahresergebnis für das Jahr 2019 bis zum 31. Dezember
2023 nicht erreicht, so wird auf Antrag ein Teilerlass von bis zu 20 Prozent gewährt. …”

Wir empfehlen Ihnen, dies bei Ihrer Unternehmensplanung zu beachten.

 

“Es ist Licht am Ende Tunnels!” Jetzt müssen wir nur noch klären, aus welcher Quelle das Licht kommt. 😉
So können wir dazu beitragen, die düstere Prognose aus der Sächsischen Zeitung von heute, abzuwenden.

Bleiben Sie zuversichtlich, gesund und gut beraten. Bei Fragen sind wir gern für Sie da.

Herzliche Grüße

Thorsten Edelmann
Geschäftsführer
Thorsten Edelmann Unternehmensberatung, Finanzierung, Coaching

*Wir beobachten die aktuellen Entwicklungen weiter. Bitte haben Sie Verständnis, dass die oben genannten Informationen keinen Anspruch auf Vollständigkeit und absolute Richtigkeit haben können.